7. Viadrina Compliance Congress


7. Viadrina Compliance Congress

Digitalisierung und Reformen - Compliance 2020

13. - 14. November 2019

im Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssystem FOKUS


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Inhaltliche Konzeption

Beim siebten Viadrina Compliance Congress widmen wir uns drei großen thematischen Blöcken und runden die Tagung durch zwei neue Formate ab.

Zu dem neuen Format gehören die Parallelworkshops. Etwas für Frühaufsteher. Bereits ab 8:30 Uhr organisieren wir für Sie dieses Jahr drei Parallelworkshops mit Experten, in denen die neusten DICO-Standards zu drei aktuellen Themen vorgestellt werden: Interne Untersuchungen, Geschäftspartner Compliance und Compliance Risk Assessment.

Der erste thematische Block im Plenum behandelt anschließend die aktuellen Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Compliance, Ethik und Digitalisierung. Unter den vielen Facetten sollen zwei besonders beleuchtet werden: Zum einen die Frage danach, ob und welche Compliance-Grenzen der Entwicklung der künstlichen Intelligenz zu setzen sind. Zum anderen aber, welche neuen Werkzeuge für die Compliance-Arbeit dank der Digitalisierung bereitgestellt werden. Die zweite Frage wird anhand des Einsatzes der visuellen Datenanalyse zu Zwecken der Ermittlung von Compliance-Verdachtsfällen erläutert.

Der zweite thematische Block dreht sich um die höchst aktuelle Frage nach dem Einsatz der Verhaltensforschung zu Zwecken eines Compliance-Management-Systems. Während in der Fachpresse viel über Werte und Ethik im Rahmen eines CMS diskutiert wird, wollen wir uns konkret die Frage stellen, ob und inwiefern die aus der Verhaltensforschung bekannten Werkzeuge zum Compliance-Erfolg in einem Unternehmen beitragen können? Wie können wir das menschliche Verhalten im positiven Sinne, d.h. zur Erzielung der Regelkonformität beeinflussen – und ist das immer noch ethisch?

Den Übergang zum dritten Themenblock bildet die parlamentarische Runde, die wir zur Abwechslung des Formats am Abend des ersten Tages einrichten möchten. Mit den Mitgliedern des Deutschen Bundestages wollen wir darüber diskutieren, was sich demnächst im Bereich der Unternehmenssanktionierung ändert und welche Beweggründe der großen Koalition dahinterstehen? Warum werden höhere Sanktionen eingeführt und damit die eigene Wirtschaft bestraft? Wie werden sich Unternehmen künftig dank ihrer CMS wehren können?

Die Thematik setzen wir in zwei Panels des zweiten Tages fort, in denen es zum einen um einen Ländervergleich der Unternehmenssanktionierung in anderen europäischen Staaten gehen wird. Zum anderen stellen wir uns die Frage, wie künftig die sog. Compliance Defense, also der sanktionsmindernde Einsatz eines CMS vor Gericht konkret durchgeführt werden kann und welche Rolle dabei die bestehenden ISO DIN Standards spielen können. Den zweiten Tag runden wir mit der aktuellen Thematik des Hinweisgeberschutzes ab. Deutschland wird die EU-Richtlinie umsetzen müssen und dabei einen Umsetzungsspielraum haben. Wie wird dieser genutzt? Was müssen dabei Unternehmen künftig konkret beachten?