CIK – Zielsetzung

Im Rahmen des vorgelegten Projektes werden diverse auf die erwähnte Problemstellung abgestimmte Ziele verfolgt, die mit konkreten Forschungsfragen zusammenhängen. Diese können in die nachfolgend aufgezählten Hauptziele untergliedert werden, welche mit den weiter beschriebenen konkreten Maßnahmen im Rahmen des Projektes verfolgt werden:

  • Hilfestellung für Anwender: Durch Schaffung von wissenschaftlich fundierten und praktisch orientierten Leitlinien und Modelle soll Transparenz und Integrität in den Geschäftspraktiken gefördert werden. Im Rahmen der Erarbeitung von Hilfestellungen für Anwender sollen im Einzelnen zwei wesentliche Unterziele verfolgt werden:
    • Zum einen soll mit der Erarbeitung eines CMS-Grundmodells Klarheit darüber verschafft werden, welche CMS-Lösungen derzeit eine vorherrschende Stellung gewinnen und wie diese auszugestalten sind, damit sie von der Justiz und Verwaltung im Haftungsfalle anerkannt werden können. Im Zuge der Erarbeitung sollen die bestehenden Standards (insbes. ISO 19600 und IDW PS 980), die geltende Rechtsprechung sowie die gängige Praxis als Basis herangezogen, verglichen und analysiert und ein solches Modell erarbeitet werden, welches einerseits einen starken praktischen Ansatz verfolgt, andererseits aber wissenschaftlich fundiert und validiert ist und die erwähnten Anforderungen erfüllt.
    • Zum anderen sollen die diese Standards vertiefenden und konkrete weitere Umsetzungshinweise enthaltende Leitlinien für praktische Methoden und Risikobereiche erarbeitet werden. Diese sollten ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Umsetzung von CMS leisten und damit auch zur Vereinheitlichung vorhandener Modelle beitragen. Auch in dieser Hinsicht sollte eine wissenschaftlich fundierte Basis zugrunde gelegt werden, das Augenmerk jedoch auf der praktischen Tauglichkeit der Leitlinien liegen.
  • Fortbildung auf dem höchsten Niveau: Über Online-Lernmethoden (Webcasts) sollten die in den Standards und Leitlinien gefundenen Ergebnisse einem breiteren Publikum kostenlos zur Verfügung gestellt und so die Bekanntheit der Standards, Modelle und Leitlinien verbreitet werden. Dies sollte auch einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Integrität von Geschäftspraktiken leisten.
  • Expertenworkshops: Zu den regelmäßigen Treffen werden Compliance-Experten aus verschiedenen Bereichen, darunter aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Verwaltung eingeladen, um einen engen und produktiven Austausch zwischen allen beteiligten Akteuren anzuregen und die Ergebnisse entsprechend bei der weiteren Projektarbeit zu berücksichtigen. Eines der dabei verfolgten Ziele ist eine nachhaltige Vernetzung unter den diversen Compliance-Experten.
  • Dialogförderung: Über weitere Publikationen in Fachzeitschriften sowie Tagungen sollte eine Dialogplattform für die Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung geschaffen werden, um gemeinsam und nachhaltig mit allen Stakeholdern an neuen und zukunftweisenden Ansätzen zu arbeiten und die bestehenden Modelle und Leitlinien kritisch zu hinterfragen. Diesem Zwecke sollten auch die zu konkreten Projektthemen stattfindenden Expertenworkshops dienen.

Das Gesamtkonzept basiert auf vier wesentlichen methodischen Ansätzen: Es zeichnet sich durch eine Innovation aus, basiert auf Methoden der interdisziplinären Forschung und gewährleistet eine hohe praktische Auswirkung und Qualität. Das Gesamtkonzept besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten und miteinander korrespondierenden Maßnahmen. Hierdurch soll für seine durchgehende Kohärenz gesorgt werden. Es orientiert sich ferner an den o.g. strategischen Zielen. Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht das Gesamtkonzept:

Abb.1

 Abb. 1: Gesamtkonzept des Projekts

Dem Grundkonzept liegt eine durchdachte und kohärente Methodik zugrunde, die voraussetzt, dass die einzelnen Maßnahmen miteinander verzahnt sind, um gemeinsam die beschriebenen Ziele zu fördern. Zunächst fokussiert sich der forschende Teil des Projektes auf die Punkte: CMS-Grundmodell und Leitlinien. Durch fundierte Recherche zu den einschlägigen Compliance-Themen, die interdisziplinär erfolgen wird, soll ein wissenschaftlich belastbares Modell entwickelt werden. Im Rahmen des CMS-Grundmodells wird auf die ebenso belastbaren und weiterführenden Leitlinien verwiesen, die die konkreten Compliance-Bereiche vertiefen. Der praktische Nutzen und Einsatz des CMS-Grundmodells und der Leitlinien sollen durch den verlässlichen Input der Wirtschaft, gewährleistet durch den Projektpartner DICO, sowie die Expertenworkshops, sichergestellt werden. Im Ergebnis liegen wissenschaftlich belastbare und praktisch taugliche Compliance-Lösungen vor, bestehend aus dem CMS-Grundmodell und den sich daraus abgeleiteten Leitlinien. Diese Ergebnisse der sog. praxisbezogenen und interdisziplinären Forschung sollten einem breiten Publikum über Publikationen und weitere Events sowie Webcasts vorgestellt werden, um so ihre Außenwirkung zu garantieren und generell die Integrität und Compliance im geschäftlichen Verkehr zu fördern.

Die methodische Abfolge der Projektarbeit verdeutlicht die nachfolgende Übersicht. Dabei ist zu betonen, dass sich diese Abfolge bei verschiedenen Projektpunkten (z.B. den einzelnen Leitlinien) wiederholen wird.

Abb.2

Abb. 2: Methodischer Projektablauf

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